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Dauerwelle

Sie ist der Umwandlungsprozess von glattem Haar in gewelltes oder lockiges Haar. Bereits seit den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts wird mit Hilfe von chemischen Prozessen das Haar in eine andere Form umgewandelt. Heute allerdings mit deutlich sanfteren Methoden als mit dem damals angewandten Mittel Sulfit. Heute gibt es die alkalische Dauerwelle, die ungefähr sechs Monate im Haar bleiben kann. Die saure Dauerwelle ist die schonende Variante, sie hält ungefähr vier Monate. Das frisch dauergewellte Haar sollte etwa zwei Tage nach der Behandlung nicht gewaschen oder behandelt werden. Nur so ist eine dauerhaft lockige oder gewellte Haarpracht gewährleistet. Da die Behandlung mit einer Dauerwelle das Haar trocken und spröde machen kann, ist es unerlässlich, dass es mit entsprechenden Pflegeprodukten gesund und schön erhalten wird. Die in den 80er-Jahren so moderne Dauerwelle feiert, nachdem sie lange Jahre eine untergeordnete Rolle im Haarstyling gespielt hat, nun wieder ihr Comeback. Dank etlichen Neuerungen ist sie wieder in der modernen Frisurenwelt zurück!

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Dauerwelle

Faszination Locken

Schon seit Jahrhunderten sind Menschen fasziniert von Locken, Wellen und Volumen und sind bestrebt danach, sie in jeglicher Form umzusetzen.

In der Antike benutzte man dazu Lockenstäbe, sogenannte Kalamistros. Das Haar wurde dabei auf ein Röhrchen gedreht, in welches ein heißes Stäbchen eingeführt wurde. Die Hitze erreichte das ganze Haar und wellte es temporär.

Erst im Jahre 1906 gelang es dem deutschen Friseur Karl Nessler das Grundsystem der dauerhaften Wellung zu entwickeln. Dies passierte mit Spiralwicklung, dem sehr strapaziösen Zusatz des Minerals Borax und viel Hitze. 1910 wurde dieser Vorgang sogar patentiert. Diese Erfindung war zu dieser Zeit eine Sensation trotz der für uns heute unvorstellbar haarschädigenden Handhabung. Gute 14 Jahre später erarbeitet Josef Mayer die Flachwicklung und verwendete Strom zur Hitzeerzeugung. Damit war die Problematik der ungewellt bleibenden Ansätze der Nessler Methode und der Verbrennungen zwar erledigt, jedoch konnte es ungewollt zu Stromschlägen kommen. Ganz nach dem Satz: "Wer schön sein will muss leiden". Wiederum weitere 10 Jahre später erfanden Speakman und Clark die erste chemisch erzeugte Dauerwelle mit Sulfit und Wärmezufuhr. Somit war das Grundprinzip der Spaltung der dem Haar formgebenden Disulfidbrücken entdeckt und der Weg gebahnt zu dauergewelltem Haar. 1940 entdeckte man die Thioglykolsäure und seit 1947 wird vorzugsweise kalt dauergewellt.

Warum würde ich mein Haar dauerwellen?

Locken und Wellen, krauses Haar oder aber nur Volumen. Schon immer ziehen sich diese verschiedenen Texturen durch die Haar-Trends der Jahrzehnte. Nun gibt es verschiedenste Wünsche an den Friseur für diese Dienstleistung. In den letzten 10-15 Jahren erfordert die Mode nicht mehr zwingend dauerhafte Bewegung. Die Frau will sich mit ihrer Frisur nicht mehr festlegen, diese Entwicklung ist auch im Farbsegment wahrzunehmen, aber dort nicht ganz so manifestiert. Weiche Wellen sollen es sein. Beach Waves, häufig Länge und viel glattes Haar. Ganz verhalten treffen wir immer wieder auf Bilder in den Medien, die uns wieder mehr Bewegung zeigen. Die 80/90iger Kultfrisuren, ja sogar der Afro-Look hier und da vervollkommnen das Bild. Die Welle kehrt zurück und ermöglicht die Anforderungen der heutigen Mode und den dazu gehörenden Gewohnheiten im Styling. Letztlich ist es genau, wonach wir oftmals suchen: Volumen, lässige Bewegung, Natürlichkeit. Wenn nun also von Natur aus wenig Volumen vorhanden ist, kann eine permanente Welle Abhilfe schaffen, mit speziell darauf abgestimmter Anwendung zum Beispiel mit großen Wicklern.

Aktuell folgen Herrenkunden diesem Trend immer mehr, weil das Styling wesentlich leichter fällt und viele Stars den Lockenkopf wieder hochleben lassen.

Wann sollte man sich gegen eine Dauerwelle entscheiden?

Die Dauerwelle ist chemisch gesehen ein grundlegender Eingriff in die Haarstruktur und erfordert vorab ein gesundes, wenn möglich unbehandeltes normales Haar. Ein wellbares Haar bedeutet nach Möglichkeit keine Aufhellung, keine Blondierung oder andere vorherigen chemischen Anwendungen bekommen zu haben. Dies wäre der ideale Ausgangszustand. Auch ein feines Haar, welches generell eine empfindlichere Struktur aufweist, ist für eine solche Behandlung nicht gut geeignet.

Wie wird eine Dauerwelle gearbeitet?

Für ein solch haltbares Styling benötigt man etwas Zeit beim Friseurbesuch. Das Haar wird hierfür auf Lockenwickler aus Kunststoff gedreht und zwar Strähne für Strähne. Gerade für langes Haar oder eine spezielle Form der Frisur benötigt man Geduld. Diese wird jedoch belohnt mit lang haltbaren Wellen oder einem viel einfacheren Styling im Nachgang. Der Friseur setzt die Wickler entsprechend des Wunsches nach Fallrichtung der Haare, bezieht die Haarstärke und die Haarlänge sorgfältig mit ein. Gerade aktuell wird der Wickler häufig tiefer angesetzt, um einen noch natürlicheren Fall zu erzeugen. Dann werden die Wickler mit Dauerwell-Lotion beträufelt und nach einer gewissen Einwirkzeit gründlich mit Wasser abgespült. Im Schritt 2 wird nun die Fixierung aufgetragen und ebenfalls einwirken gelassen. Mit der Fixierung ist das Haar dauerhaft in seiner Form verändert und gehört intensiv mit Pflege nachbehandelt, um den normalen pH-Wert des Haares wieder herzustellen und die neue Frisur bestmöglich zu unterstützen. Für die Haarpflege sollte unbedingt ein Shampoo für dauergewelltes Haar zum Waschen verwendet werden, ebenso eine Pflege, die auf umgeformtes Haar ausgelegt ist.

Wie oft kann man eine Dauerwelle machen lassen?

Da man bei den heutigen modernen Präparaten kaum noch wirkliche Ansätze wahrnimmt, ist die Frage nach dem Auffrischen der Dauerwelle am besten so zu beantworten, dass für eine sprungkräftige gesunde Locke gerade bei längerem Haar 1-2 Dauerwellen pro Jahr ausreichend sind. Je kürzer das Haar, je häufiger auch der Haarschnitt, umso kürzer können die Intervalle ausfallen. Wichtig ist immer das Waschen mit dem geeigneten Shampoo und die regelmäßige Pflege mit dem passenden Conditioner oder einer Kur.

Zwischen welchen Dauerwell- Präparaten kann ich wählen?

Für die moderne Dauerwelle gibt auf dem Markt eine große Vielfalt. Der Klassiker ist die mildalkalische Dauerwelle, welche von den meisten Herstellern angeboten wird und häufigen Einsatz findet. Hier kommt der Wirkstoff Ammoniumthioglykolat zum Einsatz. Dann gibt es die saure Dauerwelle, die milder für die Haarstruktur arbeitet, also vorrangig für schon behandeltes oder gefärbtes Haar eingesetzt werden kann, jedoch nicht so intensiv in ihrer Haltbarkeit ist wie eine mildalkalische Dauerwelle. Diese Präparate bedienen sich eines Esters aus der Thioglykolsäure. Ebenfalls sehr gerne eingesetzt, vor allem wenn es um natürliche, leichte Wellergebnisse geht, werden cysteaminbasierte Produkte, die sogenannten Biowavingsysteme. Hier gibt es nahezu keine Ansatzbildung und die Locke verliert nach und nach sehr weich ihre Intensität.

Styling-Tipps für die Dauerwelle

Eine Locke oder insgesamt lockiges Haar benötigt das Kennenlernen ein paar kleiner Kniffe und schon bald ist die Handhabung völlig normal geworden. Sehr häufig kann man sich gar nicht mehr vorstellen, glattes Haar zu haben oder immer wieder Lockenwickler für etwas Fülle und Volumen verwendet haben zu müssen. Sehr wichtig, wie schon vorab angemerkt, ist die richtige und regelmäßige Pflege. Dazu sollten unbedingt professionelle Produkte ihre Anwendung finden. Locken benötigen viel Feuchtigkeit und sollten mit dafür geeigneten Styling-Produkten und den Händen Strähne für Strähne gebündelt werden. Dann eignet sich ein Diffusor-Aufsatz mit guter Wärme und wenig Luftstrom zum Trocknen. Wird es nötig, die Locken am Folgetag aufzufrischen, sollte auch hierfür ein professionelles Leave-in Spray angewendet werden, um die Austrocknung des Haares zu vermeiden. Haarspray ist selten notwendig, es sei den für kleine Details.